Wo PFAS in Verpackungen stecken können – auch dort, wo man es nicht vermutet

PFAS werden dort eingesetzt, wo Verpackungen fett-, wasser- oder schmutzabweisend sein müssen – und können zusätzlich unbeabsichtigt über Recyclingströme und Produktionsprozesse hineingelangen. Diese Verpackungstypen lohnt es sich, genauer anzusehen:

  • Keks-, Cornflakes- und Müsliverpackungen (Innenbeutel, fettdichte Papiere)
  • Eierverpackungen (Formfaser, häufig mit Rezyklatanteil)
  • Fastfood-Verpackungen (Burger-Wraps, Boxen, Trays)
  • Stretchverpackungen für Fleisch und Obst, Salat- und Gemüsebeutel
  • Getränkeflaschen mit Kronkorken (Dichtungscompounds)
  • Funktionspapiere für Schokolade und Riegel
  • Kaffeebeutel und Snacks im Beutel (flexible Laminate)
  • Flexible Verpackungen und Funktionsfolien (Antifog, Barrieren)
  • Getränkedosen (Innenbeschichtung!)
  • Fischkonserven (Dichtungsmasse im Bördelrand), Obst- und Gemüsekonserven (Doseninnenlack)
  • Babybrei, Saucen und Aufstriche im Glas mit Deckel (Dichtungen im Twist-off-Deckel)
  • Wurst- und Käseverpackungen (Skin- und Folienverpackungen)
  • Saugeinlagen für Fleisch und Fisch

Sie dachten, mit einer Getränkedose sind Sie auf der sicheren Seite? Auch Aluminium- und Weißblechdosen tragen Innenbeschichtungen, Lacke und Dichtungen – dort kann ein PFAS-Risiko sitzen. Entscheidend ist nie nur das Grundmaterial, sondern jede einzelne Komponente Ihrer Verpackung. Genau das schaut sich eine strukturierte Bewertung an.

Wo PFAS in Verpackungen stecken können – auch dort, wo man es nicht vermutet

Was ist PFAS? Definition und Hintergrund

PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) sind eine Gruppe von mehreren tausend industriell hergestellten Chemikalien. Wegen ihrer extrem stabilen Kohlenstoff-Fluor-Bindungen werden sie auch „Ewigkeitschemikalien“ genannt: Sie reichern sich in Umwelt und Organismus an und werden mit gesundheitlichen Risiken in Verbindung gebracht. In Verpackungen sorgen PFAS für fett-, wasser- und schmutzabweisende Eigenschaften – zum Beispiel in beschichteten Papieren, flexiblen Laminaten, Druckfarben, Klebstoffen und Doseninnenbeschichtungen. Mit der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) reguliert die EU PFAS für Verpackungen, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, nun verbindlich: Oberhalb der Grenzwerte dürfen sie nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Die Verordnung ist am 12. Februar 2025 in Kraft getreten; die PFAS-Grenzwerte gelten ab dem 12. August 2026. Die EU-Kommission hat Ende März 2026 einen Leitfaden zur Auslegung veröffentlicht, und im Juni 2026 hat die PFAS-Taskforce der Kommission einen Entwurf für eine harmonisierte Probenahme- und Prüfmethodik vorgelegt – mit klaren Erwartungen an die Risikobewertung durch Unternehmen.

Die drei Grenzwerte aus PPWR Art. 5 Abs. 5 im Überblick:

  • 25 ppb für jedes einzelne PFAS (gezielte PFAS-Analytik, polymere PFAS ausgenommen)
  • 250 ppb für die Summe der PFAS (ggf. nach Vorbehandlung der Vorläuferverbindungen)
  • 50 ppm Gesamtfluor – wird dieser Wert überschritten, ist auf Anforderung nachzuweisen, ob das Fluor aus PFAS stammt

Wichtig: Alle drei Grenzwerte müssen gleichzeitig eingehalten werden – und die Regelung gilt für absichtlich eingesetzte (IAS) ebenso wie für unbeabsichtigt vorhandene PFAS (NIAS).

Was ist PFAS? Definition und Hintergrund

Whitepaper: PFAS in Verpackungen verstehen – und souverän handeln

Die PFAS-Grenzwerte der PPWR verändern die Anforderungen an Verpackungen mit Lebensmittelkontakt – von der Materialwahl über die Lieferantenkommunikation bis zur technischen Dokumentation. In unserem Whitepaper erfahren Sie, was PFAS sind, wo sie in Verpackungen stecken können, welche Grenzwerte ab August 2026 gelten und wie Sie mit der Risikomatrix eine belastbare Risikobewertung aufbauen.

Ein praxisorientierter Leitfaden der Verpackungsexperten von Berndt+Partner Creality – mit verständlichen Erklärungen, konkreten Beispielen aus 13 Verpackungskategorien und einem Fahrplan in drei Phasen.

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4 Risikoklassen – in welche gehören Ihre Verpackungen?

Die EU-Taskforce verweist für die Risikobewertung auf die wissenschaftlich entwickelte PFAS-Risikomatrix (Wack et al. 2026). Sie stuft Verpackungsmaterialien und -komponenten in vier Risikoklassen ein. Die höchste Risikoklasse einer Komponente bestimmt die Einstufung der gesamten Verpackung – deshalb wird jede einzelne Komponente betrachtet.

Was das für Sie bedeutet: Je nach Risikoklasse genügt eine belastbare Lieferantenerklärung – oder es ist gezielte Analytik sinnvoll. Genau diese Einordnung übernehmen wir für Sie.

Die vier PFAS-Risikoklassen im Detail erklärt

Die PFAS-Risikomatrix stuft jedes Verpackungsmaterial und jede Komponente in eine von vier Risikoklassen ein – und aus dieser Einstufung ergibt sich unmittelbar, wie viel Sie tun müssen, um die PFAS-Konformität Ihrer Verpackung nachzuweisen.

In Risikoklasse 1 (sehr geringes Risiko) fallen Materialien, in denen PFAS technologisch nicht erforderlich sind und Kontaminationen nicht erwartet werden – etwa unbehandeltes Frischfaser-Kraftpapier, Wachsbeschichtungen, Hotmelt-Verklebungen oder Glas. Der Handlungsbedarf ist hier gering: Eine belastbare Lieferantenerklärung genügt in der Regel, um die Einstufung in der technischen Dokumentation abzusichern; Analytik ist nur stichprobenartig sinnvoll.

Risikoklasse 2 (geringes Risiko) umfasst Materialien, in denen PFAS ebenfalls technologisch nicht erforderlich sind, Kontaminationen aber möglich bleiben – zum Beispiel über Prozesshilfsmittel, wie es bei Silikonbeschichtungen der Fall sein kann. Der Handlungsbedarf ist moderat: Lieferantenerklärungen müssen hier ausdrücklich auch unbeabsichtigte Einträge über Prozesshilfsmittel und Rezyklate abdecken, und ein Gesamtfluor-Screening zur Absicherung ist empfehlenswert.

Bei Risikoklasse 3 (mittleres Risiko) handelt es sich um Materialtypen mit bekannten, historisch belegten PFAS-Anwendungen, etwa auf Papier kaschierte Kunststofffolien oder Folienprägungen. Hier ist der Handlungsbedarf erhöht, und es empfiehlt sich, aktiv zu werden: Lieferantenerklärungen allein genügen nicht mehr als Konformitätsnachweis. Planen Sie Analytik nach dem Stufenansatz ein – vom Gesamtfluor-Screening bis zur gezielten PFAS-Analytik – und verankern Sie die Ergebnisse in Ihrer technischen Dokumentation. Beachten Sie dabei, dass die Kapazitäten akkreditierter Labore knapp sind und Vorlaufzeiten eingeplant werden sollten.

Risikoklasse 4 (hohes Risiko) betrifft typische PFAS-Anwendungsbereiche und Materialien mit hoher Kontaminationswahrscheinlichkeit: Papierrezyklat, faserbasierte Materialien mit Barrierebeschichtung und fettdichte Funktionspapiere. Hier ist der Handlungsbedarf am größten: Eine Prüfung mit dokumentierter Prüfstrategie ist klar zu empfehlen, und diese Verpackungen sollten vor dem 12. August 2026 analytisch abgesichert sein – andernfalls steigt das Risiko der Nichtkonformität deutlich. Es lohnt sich, parallel Substitutionsmöglichkeiten zu prüfen und diese Verpackungen zuerst anzugehen.

Wichtig für die Bewertung: Die höchste Risikoklasse einer einzelnen Komponente bestimmt immer die Gesamteinstufung der Verpackung. Eine Faltschachtel aus unkritischem Frischfaserkarton rutscht durch einen einzigen fettdichten Innenbeutel in Risikoklasse 4 – deshalb muss jede Komponente einzeln bewertet werden: Grundmaterial, Beschichtungen, Klebstoffe, Druckfarben und Produktionsprozesse. Genau diese Einordnung übernehmen wir für Sie: Im Rahmen unserer PFAS-Risikobewertung analysieren wir bis zu 5 Ihrer Verpackungen nach der Risikomatrix – pauschal für 490 € (zzgl. MwSt.), direkt über diese Seite buchbar.

 

 

PFAS Beratung von BPC

PFAS-Risikobewertung (Einstieg):

Wie hoch ist das Risiko, dass Ihre Verpackungen PFAS enthalten? Wie belastbar sind die Spezifikationen Ihrer Lieferanten – und wo müssen Sie tatsächlich testen? Wir bewerten bis zu 5 Ihrer Verpackungen nach der Risikomatrix und liefern Ihnen eine dokumentationsfähige Ersteinschätzung. Pauschal 490 € (zzgl. MwSt.), direkt buchbar.

PFAS Live-Masterclass:

Die neue EU-Methodik verstehen und anwenden – inklusive individueller Risikoanalyse für bis zu 5 Ihrer Verpackungen. Masterclass inkl. Risikoanalyse für 980 € (zzgl. MwSt.).

Vollständige Portfoliobewertung:

Systematische Risikobewertung Ihres gesamten Verpackungsportfolios inkl. priorisierter Handlungsliste. Pakete: bis 50 Verpackungen 1.200 €, bis 100 Verpackungen 2.000 €, bis 300 Verpackungen 5.000 € (jeweils zzgl. MwSt.).

PFAS-Risikomanagementsystem:

Aufbau eines vollständigen, dokumentierten PFAS-Risikomanagementsystems: Integration der Risikomatrix ins QM-System, Teststrategie, Gültigkeitsdauern und Eskalationsprozesse bei Lieferantenwechseln.

PFAS im Packaging Cockpit:

Die Risikoklassen werden im Packaging Cockpit implementiert – so verknüpfen Sie Ihre PFAS-Bewertung mit Recyclingfähigkeit und Spezifikationsmanagement auf einer Datenbasis. BPC ist offizieller Vertriebs- und Implementierungspartner.

Zeitplan für PFAS

Der PFAS-Fahrplan zeigt, dass die Anforderungen nicht erst mit dem Stichtag im August 2026 relevant werden. Bereits 2025 und 2026 entstehen wichtige Orientierungspunkte für Unternehmen: von der Auslegung der PPWR über konkrete Prüf- und Bewertungsmethoden bis hin zu verbindlichen Grenzwerten. Für Erzeuger und Inverkehrbringer bedeutet das: Materialien, Lieferketten und technische Dokumentationen lassen sich frühzeitig prüfen und aktualisieren. Besonders bei Verpackungen für Lebensmittel spielt die Nachweisführung künftig eine zentrale Rolle, um Konformität sicher und nachvollziehbar belegen zu können.

Wen betreffen die PFAS-Grenzwerte der PPWR?

Klären Sie Ihre Fragen unverbindlich im 30-Minuten-Gespräch mit einem PFAS-Experten:

Verantwortlich ist, wer verpackte Ware in der EU in Verkehr bringt: Markenartikler und Erzeuger verpackter Lebensmittel, Handelsunternehmen mit Eigenmarken, Importeure – und die Verpackungsindustrie, die ihren Kunden künftig belastbare Informationen für deren Konformitätserklärungen liefern muss. Betroffen sind alle Verpackungen für Lebensmittel, unabhängig vom Material: Papier und Karton, Kunststoffe, Formfaser, Metall (inklusive Innenbeschichtungen) und Verbunde.

 

Warum sich eine PFAS-Risikobewertung jetzt lohnt

Lange war es gängige Praxis, PFAS-Konformität per Häkchen abzufragen: Der Lieferant bestätigt „kein PFAS eingesetzt“, und das Thema galt als erledigt. Mit dem Guidance-Dokument der EU-Kommission und dem Methodik-Entwurf der PFAS-Taskforce ist heute klarer, was erwartet wird: eine strukturierte, dokumentierte Risikobewertung – für jede Verpackung, für jede Komponente. Wer das frühzeitig angeht, hat den Kopf frei.

Drei gute Gründe, jetzt anzufangen:

  • Zeit sinnvoll nutzen: Ab dem 12. August 2026 gelten die Grenzwerte – auch für Bestandsware. Wer früh beginnt, hat genügend Raum für Lieferantenkommunikation, Analytik und – falls nötig – Substitution.
  • Analytik hat Vorlaufzeiten: Akkreditierte Labore sind gut ausgelastet. Eine Risikobewertung reduziert den Testumfang auf das Nötige – und schafft Planungssicherheit.
  • Dokumentation zahlt sich aus: Ein strukturiertes, nachvollziehbar begonnenes Risikobewertungsverfahren ist gegenüber der Marktüberwachung ein solider Nachweis.
Warum sich eine PFAS-Risikobewertung jetzt lohnt

So läuft die PFAS-Risikobewertung ab

01

01 – Erfassung:

Sie erhalten von uns eine strukturierte Vorlage zur Materialerfassung Ihrer Verpackungen: Materialzusammensetzung je Komponente, funktionelle Eigenschaften (fett-/wasserabweisend, Antifog etc.), Rezyklatanteile und vorliegende Lieferantenerklärungen.

02

02 – Einstufung:

Wir wenden die PFAS-Risikomatrix auf jede Komponente an – Grundmaterial, Beschichtungen, Klebstoffe, Druckfarben und Produktionsprozesse – und leiten daraus die Gesamtrisikoklasse jeder Verpackung ab.

03

03 – Bericht:

Sie erhalten einen Risikobericht mit Einstufung je Komponente, Gesamtbewertung, empfohlener Teststrategie und konkreten Handlungsempfehlungen: Welche Lieferantenerklärungen fehlen oder sind unzureichend? Wo ist Analytik erforderlich? Wo besteht Substitutionsbedarf?

04

04 – Dokumentation:

Der Bericht ist so aufgebaut, dass er als Bestandteil Ihrer technischen Dokumentation nach PPWR Art. 5 Abs. 5 hinterlegt werden kann – als Nachweis eines strukturierten Risikobewertungsverfahrens gegenüber der Marktüberwachung.

Ihre Vorteile bei der Zusammenarbeit mit unserer Agentur

Wissenschaftlich fundiert:

Wir arbeiten mit der Risikomatrix, auf die auch der EU-Methodik-Entwurf verweist – keine Hausmethodik, sondern der kommende Standard.


Testkosten senken statt blind testen:

Die Risikoeinstufung reduziert die Testfrequenz auf das erforderliche Maß – Analytik nur dort, wo sie das Risiko verlangt.


Von der Bewertung bis zum System:

Vom 490-€-Einstieg über die Portfoliobewertung bis zum vollständigen PFAS-Risikomanagementsystem – inklusive Digitalisierung im Packaging Cockpit.

 

 


PPWR aus einer Hand:

PFAS ist ein Baustein Ihrer PPWR-Konformität. Wir denken Recyclingfähigkeit, Dokumentation und Stoffbeschränkungen zusammen.


Ihre Vorteile bei der Zusammenarbeit mit unserer Agentur

Ihre Vorteile bei der Zusammenarbeit mit unserer Agentur

PPWR aus einer Hand:

Unsere PFAS- und PPWR-Experten - Ihre Ansprechpartner

Tobias Streich
Tobias Streich
Tobias Streich ist Diplom-Verpackungsingenieur und seit 19 Jahren in der Beratung bei BPC tätig. Er leitet den Bereich Innovation+Engineering und verantwortet die strategischen und operativen Aktivitäten zu den Themenschwerpunkten Innovation, PPWR und Nachhaltigkeit und Verpackungsstrategie für führende Marken.
Dr. Manfred Tacker
Dr. Manfred Tacker
Unser Gastreferent in der PFAS-Masterclass Dr. Manfred Tacker ist der Mitautor der PFAS-Risikomatrix (Wack et al. 2026), auf die der Methodik-Entwurf der EU-Kommission verweist. Er erläutert die wissenschaftliche Grundlage der Bewertung und die Stufenanalytik.
Robert Maaß
Robert Maaß
Mit dem Master Verpackungstechnologie ist Robert Maaß Spezialist für die Nachhaltigkeitsbewertung von Verpackungen, Verpackungsdaten und Spezifikationen mit fundierter Praxis aus der Recycling- und Systemwelt.

Fragen, die Unternehmen jetzt bei PFAS bewegen

PFAS steht für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen – eine Gruppe von mehreren tausend synthetischen Chemikalien mit extrem stabilen Kohlenstoff-Fluor-Bindungen. Sie werden wegen ihrer Langlebigkeit „Ewigkeitschemikalien“ genannt. In Verpackungen erzeugen PFAS fett-, wasser- und schmutzabweisende Eigenschaften.

In Verpackungen vor allem in fettdichten Papieren und Kartons, Fastfood-Verpackungen, flexiblen Laminaten und Funktionsfolien, Beschichtungen, Klebstoffen und Druckfarben, Doseninnenlacken sowie Dichtungen von Deckeln und Kronkorken. Zusätzlich gelangen PFAS unbeabsichtigt über Recyclingmaterial und Prozesshilfsmittel in Verpackungen – deshalb sind auch „PFAS-freie“ Materialien zu bewerten.

Die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) begrenzt PFAS in Lebensmittelkontaktverpackungen ab dem 12. August 2026 auf 25 ppb je Einzelsubstanz, 250 ppb in Summe und 50 ppm Gesamtfluor. Verpackungen oberhalb der Grenzwerte sind damit nicht mehr verkehrsfähig. Parallel läuft auf EU-Ebene das Verfahren zu einer umfassenden PFAS-Beschränkung unter REACH.

Nein, in der Regel nicht allein. Formulierungen wie „keine absichtliche Zugabe“ decken unbeabsichtigte Einträge nicht ab. Erwartet wird eine Risikobewertung, die Lieferantenerklärungen über die gesamte Wertschöpfungskette verifiziert, spezifische Kontaminationsrisiken bewertet und die materialspezifische Eintrittswahrscheinlichkeit berücksichtigt. Je nach Risikoklasse ist zusätzlich Analytik erforderlich.

Nein – genau dafür gibt es die risikobasierte Vorgehensweise. Verpackungen niedriger Risikoklassen lassen sich mit belastbaren Lieferantenerklärungen dokumentieren; Analytik konzentriert sich auf mittlere und hohe Risikoklassen. Als Screening dient die Gesamtfluorbestimmung, bei Auffälligkeiten folgt gezielte PFAS-Analytik. So sinken Testkosten erheblich.

Berndt+Partner Creality unterstützt Sie mit der PFAS-Risikobewertung (bis 5 Verpackungen, 490 €), der PFAS-Masterclass mit individueller Risikoanalyse für bis zu 5 Verpackungen, der Bewertung ganzer Portfolios und dem Aufbau eines dauerhaften PFAS-Risikomanagementsystems – dokumentationsfertig nach PPWR.

1. Ein fester Prüfprozess ist vorgesehen: Die EU gibt erstmals ein konkretes Bewertungsverfahren vor – die freie Wahl, wie man PFAS-Konformität nachweist, entfällt.

2. Mehr Materialien im Blick: Nicht nur Papier, sondern auch starre und flexible Kunststoffverpackungen, papierbasierte Verpackungen, Folien sowie Compounds und Innenlacke in Metalldosen.

3. Mehr Verpackungssysteme im Blick: Auch mehrteilige Systeme – Bag-in-Box, Beutel oder Tray in der Faltschachtel, Papier- und Kunststoff-Etiketten – werden komponentenweise bewertet.

Absichtlich zugesetzte PFAS (IAS – intentionally added substances): PFAS, die gezielt eine technische Funktion erfüllen – etwa als Fettbarrieren in Papier und Karton, als wasser- und schmutzabweisende Beschichtungen, als Antihaft- und Antifog-Ausrüstungen oder als fluorpolymerbasierte Prozesshilfsmittel (PPA) in der Folienextrusion.

Nicht absichtlich enthaltene PFAS (NIAS – non-intentionally added substances): PFAS, die ohne technische Absicht in die Verpackung gelangen – über Rezyklate und Recyclingfasern, PFAS-haltige Schmierstoffe und Reinigungsmittel, Kreuzkontamination in der Produktion sowie verunreinigte Roh- und Hilfsstoffe von Vorlieferanten.

Nicht pauschal – entscheidend ist die Art der Deckeldichtung. Klassische Twist-off-Deckel enthalten eine eingespritzte Plastisol-Dichtung auf PVC-Basis – sie sorgt zuverlässig für Vakuum und gleicht Unebenheiten der Glasmündung aus, steht aber wegen möglicher Fluor- und Weichmacher-Bestandteile im Fokus der PFAS-Bewertung, besonders bei fett- und ölhaltigen Füllgütern wie Pesto, Oliven oder Saucen. Zunehmend setzen Hersteller deshalb auf PVC- und weichmacherfreie Dichtungen aus thermoplastischen Elastomeren (TPE), erkennbar oft am blauen Dichtungsring (Markennamen wie BlueSeal oder BioSeal). TPE basiert auf Kohlenwasserstoffen und kommt ohne fluorierte Bausteine oder Verarbeitungshilfsmittel aus – es gilt damit als PFAS-unkritische Alternative. Für Ihre Risikobewertung heißt das konkret: Fragen Sie beim Deckellieferanten den Dichtungstyp ab. Ein dokumentierter Wechsel auf zertifizierte TPE-Dichtungen kann diese Komponente entschärfen, während bei klassischem PVC-Plastisol – vor allem im Kontakt mit fetthaltigen Lebensmitteln und bei Babynahrung – eine analytische Absicherung angezeigt ist.

Bereit, sich Klarheit zu verschaffen?

Ihre nächsten Schritte:

01 – Füllen Sie das nebenstehende Formular aus und wählen Sie Ihre Leistung: die PFAS-Risikobewertung (490 €), eines unserer Portfoliopakete – oder Ihren Platz in der PFAS-Masterclass inkl. Risikoanalyse für bis zu 5 Ihrer Verpackungen (980 €).

02 – Sie erhalten umgehend Ihre Bestätigung samt Excel-Vorlage zur Materialerfassung. Sobald Ihre ausgefüllte Vorlage bei uns eingeht, starten wir mit der Bewertung Ihrer Verpackungen.

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Alternativ können Sie auch direkt in unserem Kalender einen Termin für ein unverbindliches 30-Minuten-Beratungsgespräch mit einem unserer PFAS- und PPWR-Experten buchen.

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Sonja Bähr
Sonja Bähr
Director Business Development


    Alle Preise zzgl. MwSt. Masterclass: Live-Online, 9:00–12:00 Uhr, 1 Platz inkl. Risikoanalyse für bis zu 5 Ihrer Verpackungen. Anmeldeschluss 1 Tag vor der Masterclass.





















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