PackCheck Kaugummi – 10 Verpackungen im Vergleich
In unserem vierten PackCheck widmen wir uns den Kaugummi-Verpackungen verschiedener renommierter Marken wie Mentos, Airwaves und Hubba Bubba. Wie schneiden die einzelnen Packagings auf den drei Bewertungsdimensionen Performance, Design und Sustainability ab? Und welche Kaugummi-Verpackung ist der Gesamtsieger?
Anforderungen und analysierte Marken
Kaugummi fungiert als klassisches „Unterwegs-Produkt“. Deshalb berücksichtigt unser PackCheck ausschließlich kleine, gut zu transportierende Verpackungen, die jeweils maximal 20 Stück enthalten. Hier die zehn analysierten Marken im Überblick:
– Wrigley’s extra for kids
– Hubba Bubba
– Airwaves
– Barkleys
– Gamer Gum
– Forest Gum
– Chicza
– Jawliner
– Mentos
– Birkengold
Das Stufendiagramm zeigt, welche Kaugummi-Verpackung auf welcher Bewertungsdimension wie viele Punkte erhalten hat. Wenn Sie erfahren wollen, wie diese Bewertungen zustande gekommen sind, lesen Sie einfach weiter. Unten gehen wir ausführlich auf die ausschlaggebenden Merkmale der Packagings ein.
Erkenntnisse aus dem Performance-Vergleich
Performance Winner: Barkleys
In puncto Performance überzeugt die Kaugummi-Verpackung von Barkleys am meisten – vor allem durch die Kombination aus zuverlässigem Schutz und hochwertigem Auftritt. Die Aluminiumdose ist zum einen kompakt und zum anderen stabil und langlebig genug, um sie problemlos in der Hosentasche aufzubewahren und zu transportieren. Dank des robusten Gehäuses bleiben die Kaugummis im Inneren unversehrt.
Ein weiterer Pluspunkt ist der praktische Klappmechanismus. Er sorgt dafür, dass sich die Verpackung bequem und sicher wiederverschließen lässt. Allerdings müssen wir dazusagen, dass das Öffnen etwas Fingerspitzengefühl erfordert, weil die schmale glatte Kante nicht allzu viel Halt bietet.
Die rechteckige Form mit abgerundeten Ecken liegt angenehm in der Hand und unterstreicht den Premium-Charakter, den die Kaugummi-Verpackung von Barkleys ausstrahlt. Mit ihrer edlen Metalloptik hebt sich die Aluminiumdose im Regal deutlich ab. Sie mutet sehr wertig, ja regelrecht luxuriös an.
Weitere Beobachtungen
Das Sortiment der Kaugummi-Verpackungen präsentiert sich erheblich vielfältiger, als man im ersten Moment vielleicht vermuten würde. Neben echten Klassikern wie Airwaves oder Hubba Bubba, die seit Jahren auf bewährte Formate setzen und damit fast schon Kultstatus erlangt haben, finden sich moderne und teilweise sogar sehr spezielle Konzepte.
Manche Marken zielen darauf ab, sich über die Inhaltsstoffe und die Positionierung zu differenzieren. Ein Beispiel dafür ist der Bio-Kaugummi von Chicza, der umwelt- und zahnfreundliche Zutaten verwendet und mit einer nachhaltigen Markenbotschaft für sich wirbt. Als Packaging nutzt die Marke eine Envelope-Lösung, die zwar viel Gestaltungsfläche bietet, in der praktischen Handhabung allerdings schwächelt und daher bei der Performance im Mittelfeld rangiert.
Andere Brands nutzen Verpackungsformen und Produktbesonderheiten, die einen bestimmten Lifestyle oder Anwendungsfall adressieren – exemplarisch sei Gamer Gum im flexiblen Stand-up-Pouch mit zugesetzten Vitaminen und Koffein erwähnt. Das Packaging ist leicht zu öffnen, ermöglicht eine unkomplizierte Entnahme der Kaugummis und lässt sich auch gut wiederverschließen – ungemein praktisch für unterwegs.
Vertreten sind außerdem schlichte Kartonverpackungen mit Klapp- oder Klickverschluss, beispielsweise bei Forest Gum oder Wrigley’s extra for kids. Apropos Forest Gum: Durch die clever integrierte Perforation gewährleistet der Deckel einen sicheren Erstöffnungsschutz und fügt sich gleichzeitig optisch nahtlos ins Gesamtbild ein. Allgemein begeistert die Verpackung mit ihrer Leichtigkeit – der handliche Karton erweist sich als ideal für kurze Mitnahmen. Längere Transporte könnten jedoch problematisch werden, weil das Packaging gegen Feuchtigkeit und Druckbelastung nicht besonders widerstandsfähig ist.
Mit dem Blister im Kartonumschlag greift Birkengold bewusst auf ein Retro-Format zurück, das heute nur noch selten anzutreffen ist. Zwar geht diese Verpackungslösung an und für sich mit einem sehr guten Produktschutz einher; im praktischen Gebrauch zeigen sich jedoch klare Schwächen: Beim Herausdrücken einzelner Kaugummis kann es passieren, dass die Aluminiumplatine reißt und man so ungewollt gleich mehrere Fächer öffnet. Außerdem werden die Gums durch den Druck bei der Entnahme gequetscht.
Mentos fällt durch die markant gewellte PP-Dose auf, die zum Wiedererkennungswert hat und zum anderen eine solide Handhabung mit einem sicheren Verschlusssystem bietet.
Jawliner kombiniert Faltschachtel und Einschlag, was visuell durchaus anspricht, im praktischen Kontext allerdings nicht an die Bedienfreundlichkeit der Spitzenreiter im Performance-Vergleich heranreicht.
Und dann gibt es da eben noch die kompakten Einschlagverpackungen von Airwaves und Hubba Bubba. Sie sind zwar platzsparend und absolut hosentaschentauglich, verlieren jedoch nach dem Öffnen sofort an Stabilität, weil sie sich in der Folge nur provisorisch verschließen lassen. Dadurch werden sie auch in der weiteren Handhabung etwas unpraktisch.
Erkenntnisse aus dem Design-Vergleich
Design Winner: Forest Gum
Minimalistisch, cool und sofort klar als Kaugummi erkennbar: Das Verpackungsdesign von Forest Gum beeindruckt mit einer modernen, reduzierten Ästhetik und einer prägnanten Typografie. Erwähnenswert ist zudem die wertige Verschlusslösung, die sich nicht nur perfekt in das Designkonzept einfügt, sondern auch aus Performance-Sicht überzeugt, ermöglicht sie doch eine einfache Handhabung unterwegs.
Weitere Beobachtungen
Knapp hinter unserem Design-Sieger folgt Birkengold. Während das schlichte, hygienisch anmutende Blister-Setup mit Apotheken-Assoziation besonders vertrauenswürdig wirkt, fügt der freundliche Farbton im Vintage-Look eine locker-leichte Note hinzu – ein gelungener Relaunch, der Funktionalität und Markenbild stimmig zusammenführt.
Gamer Gum besetzt den Performance-Pol: Die metallische Oberfläche, die dunkle Farbpalette und die Tech-Codes sprechen die „nerdige“ Zielgruppe an und verleihen der Verpackung hohe Individualität, wenngleich das Handling des Beutels nicht sehr viel mit Premium-Qualität zu tun hat.
Hubba Bubba bleibt der ikonische Gegenpol – konsequent kindlich, farbstark und sofort wiedererkennbar. Was wir hier jedoch vermissen, ist eine echte gestalterische Weiterentwicklung im Laufe der Jahre, Jahrzehnte.
Jawliner punktet mit kreativem Collagen-Stil und jungem Ausdruck, verpasst es allerdings, den versprochenen Effekt der Stärkung der Kiefermuskulatur – „Jaw-Training“ – klar zu visualisieren. Kurz gesagt: Die Idee ist gut, das Storytelling ausbaufähig.
Barkleys setzt auf nostalgische Tin-Ästhetik und Heritage-Typografie. Das Design unseres Performance-Champions erscheint zwar sehr wertig, jedoch haftet ihm ein gewisser „Pastillen-Touch“ an – ein Kategoriebruch.
Wrigley’s extra for kids, Mentos und Airwaves verkörpern das vertraute Mainstream-Bild: solide Codes, hohe Erkennbarkeit der Kaugummi-Kategorie. An Differenzierung und Modernität mangelt es ihnen allerdings.
Chicza schließlich kommuniziert zwar glaubwürdig seine Bio-Positionierung, bleibt aber in Sachen Lesbarkeit, Hierarchie und Regalwirkung deutlich zurück. Da klassische Gum-Codes vollständig fehlen, ist das Kaugummi-Produkt für Verbraucher, die es noch nicht kennen, relativ schwer als solches zu identifizieren.
Halten wir fest: Auf der Bewertungsdimension Design liegen jene Marken vorne, die ihre Zielgruppe(n) klar treffen, die Kaugummi-Kategorie auf den Punkt erkennbar machen und zugleich eine zeitgemäße, eigenständige Designsprache mit funktionalem Handling verbinden. Forest Gum gelingt dies am besten; auch Birkengold überzeugt mit einer sauberen, wertigen Umsetzung; und Gamer Gum zeigt, wie Performance-Narrative visuell ausdrucksstark inszeniert werden können.
Erkenntnisse aus dem Sustainability-Vergleich
Sustainability Winner: Forest Gum
Forest Gum ist nicht nur auf der Design-Ebene, sondern auch in puncto Nachhaltigkeit das Maß aller Dinge in unserem Vergleich von zehn Kaugummi-Verpackungen. Die kompakte Flipbox aus einseitig gestrichenem Frischfaserkarton kommt ohne Sekundärverpackung aus und besteht zur Gänze aus Monomaterial. Auch der Erstöffnungsschutz ist clever gelöst – nämlich durch eine integrierte Perforation im Karton. Dies unterscheidet die Verpackung von ähnlichen Konzepten: Bei Wrigley’s extra for kids beispielsweise wird dafür zusätzlich ein Kunststoffeinschlag mit Aufreißfaden eingesetzt.
Durch den Verzicht auf unnötige Material- und Farbeinsätze ist die Verpackung von Forest Gum gut recyclingfähig. Sie fungiert als minimalistische, ressourcenschonende Lösung mit einem soliden Verhältnis zwischen Verpackungs- und Produktgewicht. Wir reden hier von einem authentischen Keep-it-simple-Ansatz, der im direkten Vergleich mit Konkurrenzprodukten sehr deutlich die Nase vorn hat.
Weitere Beobachtungen
Das Feld der Kaugummi-Verpackungen offenbart auch im Nachhaltigkeitsbereich eine große Bandbreite. Einige Brands setzen auf kompakte, leichte Lösungen, bei denen im Verhältnis zum Produkt nur wenig Verpackungsmaterial verwendet wird. Dies gilt insbesondere für Airwaves und Hubba Bubba mit ihren papierbasierten Einschlägen. Aber: So positiv der geringe Materialeinsatz auffällt, so kritisch ist die Materialkombination zu bewerten: Die metallisierten Verbunde sind stark beschichtet, sodass am Ende kaum noch verwertbare Papierfaser übrig bleibt, was die Recyclingfähigkeit natürlich massiv einschränkt.
Ähnlich wie Forest Gum nutzt auch Wrigley’s extra for kids eine Karton-Flipbox, doch wie wir oben bereits erwähnt haben, kommt hier für den Erstöffnungsschutz zusätzlich ein Kunststoffeinschlag mit Aufreißfaden zum Einsatz. Zwar werden die Materialien beim Öffnen klar voneinander getrennt; dennoch erhöht dieser Ansatz den Materialverbrauch im Vergleich zu einer rein kartonbasierten Lösung wie bei Forest Gum und reduziert die Recyclingfähigkeit logischerweise ein Stück weit, weil der Verbraucher die Materialien bei der Entsorgung trennen muss, was aus Gründen der Bequemlichkeit immer noch zu selten passiert.
Die Verpackung von Gamer Gum ist ein Stand-up-Pouch, der einerseits ein moderates Verpackungsgewicht hat, andererseits aber aus einem Materialverbund mehrerer Kunststoffe mit eingearbeitetem Druckverschluss, vollflächiger Bedruckung und Glanzeffekten besteht. Darüber hinaus ist eine Metallschicht integriert. All das zusammen mindert die Recyclingfähigkeit enorm.
Chicza kombiniert eine Envelope-Verpackung aus Karton und Recyclingfaser mit einem metallisierten Flowpack. Der nicht recyclingfähige Verbund dieses Flowpacks zieht die Gesamtrecyclingfähigkeit merklich nach unten – trotz des ressourcenschonenden Kartonanteils schafft es die Bio-Marke Chicza auf der Bewertungsdimension Sustainability nicht einmal in die Top 3.
Mit der Kartonummantelung aus Recyclingfaser erscheint Birkengold auf den ersten Blick nachhaltig. Doch der Blister aus PVC-Aluminium-Verbund im Inneren ist problematisch, weil praktisch nicht recyclingfähig. Zur Erklärung: PVC und Aluminium werden üblicherweise nicht vollständig voneinander getrennt, was daran liegt, dass der Konsument die Aluminiumplatine nach dem Gebrauch oft nur teilweise ablöst. Bei der Entsorgung bleibt der Blister demnach in der Regel ein nicht trennbarer Verbund.
Am unteren Ende der Nachhaltigkeitsskala finden sich Mentos, Jawliner und Barkleys. Bei Mentos steht einer relativ geringen Füllmenge eine zweiteilige Kunststoffdose aus PP und LDPE mit Shrink-Sleeve gegenüber. Auch wenn die Komponenten theoretisch trennbar sind, geschieht dies in der Praxis kaum – in den meisten Fällen wirft der Verbraucher die Verpackung im Ganzen weg, sprich ohne die einzelnen Bestandteile vorab zu trennen. Der Umstand, dass das Sleeve die gesamte Dose umschließt, erschwert die Erkennung des Basismaterials im Sortierprozess. Folglich werden die Materialien nicht dem richtigen Strom zugeführt.
Jawliner ist besonders materialintensiv: Von der beidseitig bedruckten Faltschachtel und dem Kunststoffeinschlag mit Aufreißfaden über die einzeln verpackten Kaugummistreifen in metallisierten Papiereinschlägen bis hin zu den zusätzlichen Inlays zur Trennung – diese zahlreichen Einzelkomponenten bedeuten viel Materialeinsatz und geringe Recyclingchancen.
Barkleys kombiniert Aluminium und Papier. Beide Materialien sind in der Praxis eigentlich gut recyclingfähig; allerdings ist die Verpackung gemessen an der überschaubaren Produktmenge zu materialintensiv und schwer. Außerdem geht die Aluminiumproduktion mit einem enormen Ressourcen- und Energieaufwand einher und verursacht hohe Emissionen. Die edle Aludose ist zwar wiederverwendbar und somit theoretisch langlebig – im Verhältnis zum Inhalt jedoch ein klarer Overkill.
Zusammenfassung und Gewinner unseres Kaugummi-PackChecks
Die aktuelle Kaugummi-Landschaft spannt den Bogen von altbekannten Mainstream-Lösungen bis zu klar positionierten Konzepten: Neben den klassischen, verspielten Süßwaren-Codes, wie sie Hubba Bubba oder Airwaves nutzen, treten heute vermehrt funktionale Gums auf den Plan – beispielsweise mit zugesetztem Koffein für Gamer, Bio-Narrativen oder Fitness-Versprechen der etwas anderen Art.
In unserem PackCheck Kaugummi haben wir die Produkte ganzheitlich in Bezug auf Performance, Design und Nachhaltigkeit analysiert und bewertet. Mit deutlichem Abstand geht Forest Gum als Gesamtsieger aus unserem Vergleich hervor. Überhaupt ist es eine Rarität, dass es einer Verpackung gelingt, die 1000-Punkte-Marke zu knacken – dies spricht für ein rundum gelungenes Verpackungskonzept. Und tatsächlich überzeugt das Packaging der kreativ benannten Brand in allen Belangen.
Die kompakte Flipbox aus Monomaterial-Karton verzichtet auf eine Sekundärverpackung und unnötige Effekte. Der Erstöffnungsschutz ist elegant über eine integrierte Perforation gelöst.
Gestalterische Merkmale wie die reduzierte Typografie und die klare Farbführung sprechen den modernen Verbraucher an und verschaffen der Verpackung im Regal die gewünschte Aufmerksamkeit. Anziehend wirkt auch das handliche Format – perfekt für unterwegs. In puncto Design liegt Forest Gum daher an der Spitze.
Gleichzeitig überzeugt das Packaging ökologisch: Es besteht aus wenig Material, ist kein Verbund und hat eine sehr gute Recyclingfähigkeit. Diese Charakteristika machen Forest Gum auch zu unserem Nachhaltigkeitssieger. Nur funktional zeigt die Verpackung eine kleine Schwäche: Der Karton ist gegenüber Feuchtigkeit und Druckbelastung nicht so robust wie eine Dose; für kurze Mitnahmen bleibt die Lösung dennoch ideal.
In Sachen Performance setzt Barkleys die Benchmark: Die Aluminiumdose schützt den Inhalt zuverlässig, ist langlebig und liegt mit ihrer rechteckigen Form und den abgerundeten Ecken angenehm in der Hand. Der Klappdeckel schließt sicher, erfordert beim Öffnen allerdings etwas Fingerspitzengefühl. Visuell strahlt die Verpackung Premium-Qualität aus – jedoch ist der dafür betriebene Material- und Energieeinsatz im Verhältnis zur Füllmenge und Produktart übermäßig.
Die sonstigen Kaugummi-Verpackungen aus unserem PackCheck offenbaren jeweils unterschiedliche Stärken und Schwächen:
– Hubba Bubba auf Platz 2 und Airwaves auf Platz 7 arbeiten mit sehr wenig Material und sind hosentaschentauglich, bleiben nach dem Öffnen aber schlecht wiederverschließbar. Und: Metallisierte Verbunde schmälern die Recyclingfähigkeit. Dass Hubba Bubba bei ähnlichen Performance- und Sustainability-Werten relativ deutlich vor Airwaves liegt, ist dem ikonischen, farbstarken Design geschuldet.
– Birkengold auf dem dritten Rang vermittelt mit dem Blister im Karton hygienische Wertigkeit und gefällt optisch auch durch den charmanten Retro-Touch, hat aber praktische Tücken: Beim Herausdrücken werden die Kaugummis leicht gequetscht; außerdem kann dabei die Aluplatine reißen, sodass unter Umständen ungewollt gleich mehrere Fächer offen sind.
– Gamer Gum auf Platz 4 punktet mit einem leicht zu öffnenden und gut wiederverschließbaren Pouch, der unterwegs hervorragend performt; allerdings mangelt es der Verpackung durch den Mehrschicht-Verbund mit Zipper und Glanzeffekten an Nachhaltigkeit.
– Wrigley’s extra for kids auf dem fünften Rang performt absolut solide, macht sich ein besseres Gesamtergebnis jedoch durch das für die Zielgruppe ausbaufähige Design und unnötige Materialzusätze zunichte.
– Jawliner auf Platz 8 fällt durch die individuelle Gestaltung auf, ist aber durch den Einsatz mehrerer Einzelkomponenten materialintensiv und außerdem in der Bedienung nicht auf Spitzenniveau.
– Mentos auf dem neunten Rang bietet eine sehr ordentliche Handhabung der PP-Dose; das umlaufende Shrink-Sleeve erschwert jedoch die Sortierung in der Recyclinganlage, weshalb die Verpackung auf der Bewertungsdimension Sustainability die meisten Abzüge erhalten hat.
– Chicza auf Platz 10 kombiniert einen Recyclingkarton mit einem metallisierten Flowpack – der Karton ist positiv, doch der Verbund zieht die Ökobilanz nach unten. Hinzu kommen deutliche Design-Mängel.
Was wir aus all dem schließen: Die besten Ergebnisse erzielen Verpackungen, die visuell klar und darüber hinaus alltagstauglich und materialeffizient sind. Forest Gum demonstriert, wie das Konzept „Keep it simple“ in Design und Material zur stärksten Gesamtleistung führt. Barkleys setzt den Performance-Maßstab – bezahlt dafür jedoch den Preis einer tendenziell schlechten Ökobilanz.
Wer sich die Pole Position sichern will, denkt Verpackung als integrales System, anstatt sich zu sehr auf eine Disziplin zu konzentrieren und dabei die anderen Aspekte ein Stück weit außer Acht zu lassen. Das gilt im Übrigen nicht nur in der Kategorie Kaugummi, sondern für jede Produktart.
Drei Statements unseres Geschäftsführers Christoph Waldau
„Wer nur eine Disziplin optimiert, verspielt das Gesamtergebnis. Unser PackCheck zeigt es deutlich: Barkleys setzt zwar den Maßstab in der Anwendung, doch Forest Gum gewinnt unseren Vergleich, weil Design, Material und Nutzerführung als System zusammenspielen. Einzelsiege sind kein Gesamtsieg.“
„Einfachheit ist manchmal die stärkste Innovation. Monomaterial, integrierter Öffnungsschutz, keine Verbunde – Forest Gum beweist, dass „Keep it simple“ gleichzeitig die Designwirkung, die Recyclingfähigkeit und die Wirtschaftlichkeit verbessern kann.“
„Die Zukunft gehört klaren Systemen, die entweder echte Wiederverwendbarkeit gewährleisten – beispielsweise in Form von hochwertigen Dosen mit geplanter Zweitnutzung – oder als schlanke Monomaterial-Lösungen auftreten. Und: Wer funktionale Versprechen als USPs nutzt, muss sie auf und/oder in der Verpackung glaubwürdig und intuitiv erlebbar machen.“